Context - Institut für systemische Therapie und Beratung bietet eine 3jährige Weiterbildung in systemischer Therapie und Beratung an, deren theoretische Grundlage auf den Arbeiten von Boscolo, Cecchin, Haley, Minuchin, Papp, Selvini, Watzlawick und Boszormenyi-Nagy basiert.
Das Context-Institut ist u.a. geprägt von der Haltung, die Gianfranco
Cecchin so formulierte:
"Ja, nach Lösungen suchen! Die kybernetische Theorie, so wie ich sie
liebe, geht allerdings von der Idee aus, wie man dem Patienten, der
Familie helfen kann, Interesse zu finden an der Lösung, die sie bereits
gefunden haben, denn was Menschen tun, ist die Lösung. Sie brauchen
keine andere, auch wenn es eine schmerzliche ist, es ist eine Lösung.
Man muss den positiven Aspekt dieser Art Lösung sehen. Indem sie darüber
spricht, wird die Familie selbst andere Lösungen sehen - vielleicht
kannst du einige vorschlagen. Aber die Hauptaufgabe ist, sie dafür zu
bewundern, was sie bereits getan haben. Wir haben mehr Respekt dafür,
was Leute bereits tun, denn das, was sie tun, ist bereits die beste
Lösung für den Moment. Es gibt keine anderen Lösungen, denn ein System
ist, was es ist, da kann nicht irgend etwas anderes in dem Moment sein.
Ihnen zu sagen, sie sollten nach neuen Lösungen suchen ist dasselbe, als
ob man ihnen sagt, dass das, was sie im Moment tun, falsch ist."
(Molter, Systhema 1990, 4 (2) S. 2-12).
Innerhalb dieser Weiterbildung ist es möglich, von einigen dieser hervorragenden System- und Familientherapeuten persönlich zu lernen.
Das große Interesse an systemischer Therapie und Beratung ist sicherlich nicht nur in Zusammenhang mit den Erfolgen bei den Klienten zu sehen, sondern auch zu erklären mit der größeren Zufriedenheit und Gelassenheit - auch in belastenden Situationen - die TeilnehmerInnen einer systemischen Weiterbildung zeigen.
Wenngleich viele KollegInnen sich bei ihren Überlegungen in bezug auf eine Zusatzausbildung oftmals eher ein klassisches therapeutisches / beraterisches Setting wünschen, zeigen sich mehr MitarbeiterInnen interessiert, zunehmend die Möglichkeiten zu nutzen, auch in den vorhandenen Arbeitsbereichen systemisches Denken anzuwenden.